Endzeit


  Texte aus Wikipedia entnommen.
Die Endzeit ist im Rahmen der Eschatologie des Christentums jene Zeit, die der Parusie (der zweiten Gegenwart oder Wiederkunft Christi) vorhergeht. Im Anschluss an die Wiederkunft Christi kommt nach biblischer Verheißung das Weltgericht (Jüngstes Gericht), das mit der Auferstehung von den Toten erfolgen soll (Buch Daniel, Offenbarung des Johannes). Die Endzeit ist begleitet von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Blitz und Donner, Geschwüre, Trockenheit, Seuchen, dem 10-Staatenbund mit dem Antichristen sowie Ungerechtigkeit, politischer und sozialer Unordnung bis hin zum End-Krieg, der in der Bibel als Schlacht von Harmagedon beschrieben wird.

Endzeit im Christentum
Nach Aussagen der Bibel geht die "Endzeit" dem Kommen Jesu Christi als Endrichter voraus. Die Endzeit wird in dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, ausführlich beschrieben.

Kennzeichen sind:

Sieben Siegel-Gerichte (Offbg. 6,7,8)
Sieben Posaunen-Gerichte (Offbg. 8)
Entstehung eines großen mächtigen Reiches (Offbg. 13)
Aufkommen des Antichristen und des falschen Propheten (Offbg. 13 und 16)
Flucht der Christen vor dem Antichristen für 1.260 Tage (Offbg. 12)
Sieben Zorn-Schalen (Offbg. 16)
Entmachtung der Hure Babylon (Offbg. 17)
Tötung des dritten Teils der Menschen (Offbg. 9,15)
In Israel Auftritt von "zwei Zeugen" für 1.260 Tage
Aufkommen von Tier, Bild und Malzeichen (Offbg. 14,9 ff. und Offbg. 20,4)

Im Katechismus der katholischen Kirche wird dies wie folgt beschrieben:

Vor dem Kommen Christi muss die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf der Erde begleitet, wird das 'Mysterium der Bosheit' enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis des Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias. (Nr. 675)

(...) Das Reich wird also nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche zustande kommen, sondern durch den Sieg Gottes im Endkampf mit dem Bösen. In diesem Sieg wird die Braut Christi vom Himmel herabkommen. Nach der letzten kosmischen Erschütterung dieser Welt, die vergeht, wird es in Gestalt des letzten Gerichts zum Triumph Gottes über den Aufstand des Bösen kommen. (Nr. 677)

Bibelstellen

(Offb 19,10-16 EU): Christus kommt als König der Könige und vernichtet die Heiden mit einem Schwert, das von seinem Mund ausgeht (dem Wort Gottes).

(Mt 24-25 EU): zur Rechten Gottes sitzend richtet Jesus unter Posaunenschall die Toten und Lebenden. Er wird "einen neuen Himmel und eine neue Erde" schaffen und wird "die Böcke von den Schafen scheiden"; und die "Spreu vom Weizen" Ewigen Lebens; die Erlösten kommen ins Paradies und genießen die Gnade Gottes. Die nicht Erlösten erleiden ihr jüngstes Gericht bzw. nach katholischer Anschauung ewige Höllenqualen, im "feurigen Pfuhl, der mit Schwefel brennt".

Dabei kommt es auch zur Entrückung der Gläubigen, wobei es in Bezug auf die zeitliche Abfolge u nterschiedliche Meinungen gibt.

Endzeit im Judentum
Nach jüdischer Vorstellung bricht die Endzeit mit dem Kommen des jüdischen Messias an und kann nur durch das Handeln der Menschen in Richtung Frieden und Gerechtigkeit herbeigerufen werden. Dagegen ist der Glaube an eine Selbstzerstörung der Welt, an einen Weltuntergang oder an Armageddon, z. B. durch Katastrophen, Atomkriege oder Terrorismus, nicht im Judentum vertreten.

Einem jüdischen Glaubenssatz von Maimonides zufolge, wird eines Tages ein direkter Abkömmling König Davids als jüdischer Anführer erscheinen. Dieser wird den Tempel in Jerusalem erneut aufbauen und alle Juden im Land Israel vereinen. Krieg, Not und Hunger enden und eine Zeit weltweiten universellen Friedens und Wohlergehens wird beginnen und in der Welt Bestand haben. Alle Menschen werden den einen unteilbaren Gott anerkennen und das jüdische Volk wird sich mit der Tora beschäftigen.

Endzeit im Islam
Der Mahdi (Partizip Passiv mit der Bedeutung "geführt", "geleitet" bzw. "der Rechtgeleitete"; im Persischen und einigen arabischen Dialekten auch als Mehdi ausgesprochen) ist nach traditionell islamischer Glaubensauffassung der von Gott gesandte Erlöser, der in der Endzeit auftauchen und das Unrecht auf der Welt beseitigen wird. Im Koran finden sich keine klaren Aussagen über einen Messias, der am jüngsten Tag auftreten soll. Dennoch ist der Glaube an die Wiederkunft des Mahdi sowohl ein zentraler Bestandteil der schiitischen Konfession, als auch in den chiliastischen Erwartungen im sunnitischen Islam verbreitet und wird entsprechend in den kanonischen Traditionssammlungen in Form von Hadithen dargestellt.





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