Sie glauben an die Evolutionstheorie!


Glauben Sie, dass das Leben auf der Erde aus toter Materie entstanden ist?

Glauben Sie, dass die Entwicklung des Lebens durch Mutationen geschieht?

Glauben Sie, dass keine "missing links" gibt?

Glauben Sie, dass das Auge durch Zufall entstanden ist?

Glauben Sie, dass der Mensch vom Affen abstammt?


Die Evolutionstherorie


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Die Evolutionstheorie

Heutzutage gilt es als eine allgemein anerkannte Tatsache, dass der Mensch vom Affen abstammt. Wer die Richtigkeit dieser Theorie anzweifelt, läuft Gefahr, von seinen Mitmenschen als ein Unwissender, der keine Allgemeinbildung besitzt, behandelt zu werden. Wenn man aber umgekehrt diese "Wissenden" um mehr Information zu diesem Thema bittet, bekommt man meistens nur sehr dürftige Auskünfte. Es wird dann ganz allgemein von der Evolutionstheorie gesprochen, dass das Leben durch Zufall im Wasser entstanden sei, sich dann im Laufe von Millionen von Jahren weiterentwickelt hat, bis dann ganz zum Schluss einer langen Entwicklungskette der Mensch entstanden sei.

Obwohl diese Theorie wie der Name Evolutionstheorie schon sagt, eine Theorie ist, wird sie auf Grund ihrer großen Verbreitung von den meisten Menschen als eine gesicherte Erkenntnis betrachtet. Was zur Folge hat, dass, wenn man sich mit diesen Menschen über die Evolutionstheorie unterhält, nicht sie den Beweis erbringen wollen, dass die Theorie stimmt, sondern wir sollen ihnen beweisen, dass sie falsch ist. Das heißt, sie kehren einfach das allgemein übliche Verfahren um, in dem derjenige, der eine Theorie vertritt, auch den logischen Beweis für die Richtigkeit seiner Theorie erbringt, und erwarteten von uns, dass wir den Beweis für die Unrichtigkeit ihrer Theorie erbringen. Natürlich ist es im Rahmen dieser Ausführungen nicht möglich, alle Aspekte dieser wissenschaftlichen Lehrmeinung zu betrachten, dennoch möchte ich den Versuch unternehmen, die wichtigsten Punkte zusammenzutragen.

Obwohl es für die Wissenschaftler ein wirklich großes Problem darstellt, die Existenz von Galaxien zu erklären, ist es nach den Aussagen der Wissenschaftler irgendwann zur Bildung unserer Erde gekommen. Die Erde war ursprünglich sehr heiß und ohne Atmosphäre. Im Laufe der Zeit kühlte sie ab und erhielt durch die Gasemissionen des Gesteins eine Atmosphäre. Diese Atmosphäre enthielt noch keinen Sauerstoff, sondern viele Gase, die für uns teilweise giftig sind, wie zum Beispiel Schwefelwasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxyd usw. Aufgrund des fehlenden Sauerstoffs hat damals keine Ozonschicht die ultraviolette Strahlung aus dem Weltenraum gefiltert. Die Meere, die eine Mischung der verschiedensten Chemikalien waren und als Ursuppe bezeichnet werden, wurden durch Vulkanausbrüche, Ozeanströme, Mineralzufuhr aus den Flüssen und großen Mengen von Stickstoff und Kohlenstoff aus der Atmosphäre in einem chemischen Ungleichgewicht gehalten.

Nach der These des englischen Naturforschers Charles Darwin (1809-1882) und seinen Nachfolgern sollen sich dann durch die Einwirkung der UV-Strahlung auf diese Ursuppe die ersten organischen Verbindungen als Grundbausteine des Lebens gebildet haben. In einem Zeitraum von vielen Millionen Jahren bildeten sich die verschiedensten Makromoleküle, die eines Tages zufällig in einer Konstellation zusammentrafen, um durch einen von der Wissenschaft nicht näher bezeichneten Umstand eine lebende Zelle zu bilden. Eine Zelle mit allen notwendigen Eigenschaften, die benötigt werden, um sich selbst zu erhalten und um sich durch Zellteilung fortzupflanzen.    «

Man muss sich dies einmal vorstellen, ohne einen äußeren geistigen Einfluss haben sich chemische Verbindungen zu einem Zeitpunkt X so zusammengefunden, dass sich ein so extrem komplexes Gebilde wie eine lebende Zelle bilden konnte. Ein lebender Organismus, der von einen Zeitpunkt zum anderen all die Fähigkeiten besitzt, die das ausmachen, was man im Allgemeinen mit einem lebenden Organismus verbindet. Diese Zellen fanden zunächst optimale Bedingungen vor, um sich zu vermehren, denn sie hatten Nahrung im Überfluss und anfänglich auch keine Nahrungskonkurrenten. Im Laufe der Zeit kam es zu zufälligen Veränderungen im Erbmaterial vereinzelter Zellen. Diese Mutationen führten zur Entstehung von mehrzelligen Lebewesen, die gegenüber den einzelligen Lebewesen den Vorteil hatten, dass sie im zunehmenden Kampf um die Nahrung stärker und erfolgreicher waren. Im Verlauf von Millionen von Jahren entwickelten aufeinanderfolgende Generationen von Organismen winzige Veränderungen. Durch einen Prozess natürlicher Auslese gelang es Nachkommen mit solchen Eigenschaften, die sie in ihrem Überlebenskampf begünstigten, ihre Art zu reproduzieren; die nachteiligen Merkmale gingen unter. Dieser allmähliche Prozess der zufälligen Mutation und Selektion führte dazu, dass sich im Laufe von Millionen und Abermillionen von Jahren alle unterschiedlichen Pflanzen- und Tierarten entwickelt haben. Der krönende Abschluss dieser Entwicklung ist der Mensch, der nach Meinung der Evolutionsvertreter ein direkter Nachfahre des Affen ist.    «

Das folgende Beispiel soll zeigen, wie sich Darwin das Prinzip der zufälligen Mutation und der anschließenden Selektion vorgestellt hat. Giraffen, die bis zu 6 Meter groß werden können und Hälse mit einer Länge von bis zu 2,5 Meter haben, leben in Steppengebieten und ernähren sich von Blättern und Zweigen. Laut Darwin sollen diese Tiere ursprünglich normale Hälse gehabt haben. Bekanntlich kommt es ja in Steppengebieten immer wieder zu Dürreperioden, die das Überleben der dort ansässigen Tiere stark gefährden. Tiere, die ganz zufällig längere Hälse hatten, überlebten in der Steppe eine Dürreperiode, weil sie allein an die grünen Zweige der Akazien heranreichten, und vererbten ihre so günstige Anlage an die Nachkommen weiter. Alle übrigen mussten aussterben, weil sie zu kurzhalsig waren, sie fielen einer erbarmungslosen Auslese oder Selektion in diesem harten "Kampf ums Dasein" zum Opfer. Darwin sprach deshalb von einem "Überleben der Tüchtigsten", also derer, die - zufällig - am besten an die Umwelt- und Lebensverhältnisse angepasst waren.

Aus der Tatsache, dass sich die Tiere im Laufe eines sehr langen Zeitraums durch Mutation und Selektion aus dem Einzeller bis hin zum Menschen entwickelt haben sollen, formulierte Darwin im Jahre 1859 die sogenannte Abstammungslehre. Sie besagt, dass eine kausale Entwicklung aller Lebewesen durch Umbildung einer oder weniger Arten im Sinne eines verzweigten Stammbaumes stattgefunden hat. Die Höherentwicklung geht dabei von wenigen Stammformen aus, die meist primitiver sind als die heutigen. Als Beweis werden die Auffindung von Stammesreihen, die die allmähliche Umbildung von Merkmalen im Laufe der geologischen Zeitalter zeigen, und die Zwischenformen, die zwischen Eidechsen, Vögeln, Fischen, Amphibien und fast allen anderen Tiergruppen vermitteln, angeführt.

Der Mensch [Homo sapiens] ist [lt. Meyers Taschenlexikon 1992] seit mehr als 100.000 Jahren durch Skelettfunde in Afrika (Südäthiopien, Südafrika) belegt. Von dort breitete er sich über Asien bis Europa aus, wo er sich (nach neueren Theorien) mit der vermutlich dort lebenden Bevölkerung des archaischen Homo sapiens vermischte und diese später ablöste. Europa und Asien wurden mindestens seit Beginn der letzten Zwischeneiszeit (vor ca. 125.000 Jahren) vom Neandertaler besiedelt, der vor rd. 30.000 Jahren wieder verschwand und durch den Homo sapiens abgelöst wurde.

Der Neandertaler wird oft als eine besonders an die eiszeitlichen Lebensbedingungen angepasste Form des archaischen Homo sapiens angesehen, der, abgesehen von der Schädelentwicklung, anatomisch dem modernen Menschen ähnlich war.

An dieser Stelle ist es unumgänglich, auf das Problem der "missing links" (engl.; fehlendes Glied) hinzuweisen. Wenn die Theorie der Abstammungslehre stimmt, müsste es doch zwischen den verschiedenen Arten eine Unmenge von Zwischenstufen geben. Denn dadurch, dass die Mutationen ja schrittweise stattgefunden haben sollen, müsste es eine große Menge an Fossilien geben, die uns zeigen, wie sich z. B. die Lebewesen vom Reptil zum Säugetier entwickelt haben. Allerdings konnten bisher bei archäologischen Ausgrabungen keine Fossilien gefunden werden, die als Beweis für größere evolutionäre Übergänge von Reptilien zu Säugetieren gelten könnten. In der Ausgrabungspraxis sieht es so aus, dass die Archäologen zwischen den Erdschichten, die die verschiedenen Erdzeitalter repräsentieren, keine Zwischenstufen finden. Es ist vielmehr so, dass von Erdzeitalter zu Erdzeitalter bestimmte Tier- und Pflanzenformen aussterben und völlig neue Lebensformen in das Dasein treten, ohne das irgendwelche Zwischenformen nachweisbar sind.    «

Ein weiteres Problem der Evolutionstheorie ist die Mutation an sich. Die heutigen Biologen gehen davon aus, dass alle Mutationen auf zufällige Veränderungen in der chemischen Struktur der DNA zurückzuführen sind. Das DNA- oder DNS-Molekühl (Desoxyribonukleinsäure [engl. Acid]) ist der Baustein für die Gene, auf denen die Erbanweisungen liegen.    «

Es ist allerdings eine anerkannte Tatsache, dass der Kopierprozess, der zur Reproduktion der genetischen Struktur der DNA notwendig ist, bemerkenswert genau ist und dass gelegentliche Kopierfehler sich in den meisten Fällen schädlich oder neutral auswirken. Ob zufällige Mutationen zu günstigen Veränderungen führen können, die so stabil oder häufig sind, dass die natürliche Auswahl zu neuen Arten führen kann, ist daher sehr unwahrscheinlich. Darüber hinaus benötigt eine evolutionäre Verbesserung in einem Organismus mehrere miteinander harmonierende und koordinierte Mutationen gleichzeitig, wie ich an dem Beispiel des Auges darlegen möchte.
Es gibt auf unserer gesamten Hautfläche (immerhin eine Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmeter!) nur zwei jeweils zirka einen Quadratzentimeter große Stellen, wo die Haut als Hornhaut der Augen glasklar durchsichtig ist. Durchschnittlich etwa 17.000 Quadratzentimeter stehen also zur Verfügung - und ausgerechnet die beiden einzigen, bei denen Durchsichtigkeit sinnvoll ist, hat der Zufall bei so vielen Fehlermöglichkeiten getroffen!    «

Und dann liegen auch noch genau hinter diesen Fenstern die Pupillen als Sehlöcher, ohne die keine Lichtstrahlen in den ebenfalls durchsichtigen Glaskörper des Auges eindringen könnten. Dass diese Lichtstrahlen auf der Netzhaut, die als Projektionswand wiederum exakt die einzig richtige Stelle im Augenhintergrund einnimmt, ein Bild entwerfen können, das bewirkt die einzige echte "Gummilinse" der Welt. Würde sie zufällig vor der Hornhaut oder gar hinter der Netzhaut sitzen, käme niemals ein Bild zustande. Die Linse ist auf technisch geradezu raffinierte Art und Weise beweglich befestigt. Von einem ringförmigen Ziliarmuskel direkt hinter der Pupille ziehen von allen Seiten feine Strahlenbändchen (Ziliarfasern) zu der Linse und halten sie in ihrer aufrechten Lage. Zieht sich nun dieser Ringmuskel zusammen - zum Beispiel dann, wenn wir etwas aus der Nähe betrachten wollen -, so lockern sich die Bändchen und die Linse nimmt Kugelgestalt an, da sie elastisch ist (Naheinstellung). Beim In-die-Ferne-Sehen erschlafft der Ziliarmuskel, seine Fasern weichen auseinander, die Bändchen ziehen an der Linse und flachen sie dadurch wieder ab (Ferneinstellung).

Es ist unmöglich, alles aufzulisten, was an unterschiedlichsten Voraussetzungen erfüllt sein muss, damit das Auge über den Sehnerv mit seinen eine Millionen Kabeln bis zu den Sehzentren im Gehirn seine unersetzliche Aufgabe erfüllen kann. Es sei lediglich noch auf einige unerlässliche Schutzeinrichtungen verwiesen. Da sind z. B. die Augenlider, die während des Lidschlages regelmäßig über die Vorderseite des Augapfels wischen und ihn dabei nicht nur vor Staub und einem Zuviel an Licht schützen. Durch die Verteilung der Tränenflüssigkeit über die Hornhaut und der daraus resultierenden ausreichenden Befeuchtung derselben ermöglichen sie überhaupt erst die Durchsichtigkeit der Hornhaut.

Die erforderliche Tränenflüssigkeit wird von einer Drüse erzeugt, die an der einzig richtigen Stelle, nämlich im oberen äußeren Winkel des Oberlids vor dem Auge sitzt. Die von ihr abgesonderte Tränenflüssigkeit muss daher über die gesamte Vorderseite des Auges fließen und es feucht halten, denn der zum Nasenraum ableitende Tränenkanal öffnet sich mit seinen Tränenröhrchen im inneren Winkel des Auges.

Hinzu kommen Talgdrüsen, die den Lidrand einfetten, damit er leicht und reibungslos über die empfindliche Hornhaut hinweggleiten kann.

Ein weiterer Aspekt des Auges soll nicht unerwähnt bleiben. Am Aufbau des Auges während der Embryonalentwicklung (Ontogenese) sind mindestens 6000 Gene beteiligt. Jedes einzelne Gen besteht aus einer festgelegten Folge von Hunderten bis Tausenden Molekülen der Erbsubstanz DNS, den sogenannten Nukleotiden. Drei dieser Nukleotide stellen gewissermaßen ein "Wort" im Text der genetischen Information dar. Durchschnittlich setzt sich ein Gen aus etwa sechzig solcher Wörter (also 180 Nukleotiden) zusammen. Sechstausend Gene, jedes zu sechzig Wörtern ergeben einen Text von 360000 Wörtern.

Dieser Artikel enthält zirka 4000 Wörter. Kein geistig normaler Mensch verfiele jemals auf die Idee, ein derartiges Druckerzeugnis könnte zufällig durch eine Explosion in einer Druckerei entstanden sein, als die Buchstaben und Satzzeichen aus den Setzkästen durcheinander gewirbelt wurden. Als Ergebnis dieses chaotischen Ereignisses hätte jeder Buchstabe exakt am richtigen Platz, im richtigen Wort auf der richtigen Seite sitzen müssen.

Die Verfechter des biologischen Evolutionismus erwarten, dass wir ihnen glauben, dass sich noch sehr viel mehr "Wörter" in der Bauanleitung unseres Sehorgans durch den reinen Zufall zu einem sinnvollen Text zusammengeordnet haben.

Wenn ich mir überlege, wie viele Mutationen notwendig währen, damit das Auge seine Aufgabe erfüllen kann, wird mir klar, warum selbst Darwin ohne Umschweife zugab, dass das Auge nie und nimmer das Ergebnis einer planlosen Zufallsentwicklung sein kann. Dazu kommt ja noch, dass solch ein komplexes Organ wie das Auge im Überlebenskampf ja nur dann Sinn macht, wenn sofort alle Teile da sind. Denn es wäre doch absolut nachteilig für das Wesen, wenn zwar das Auge da ist, aber z. B. noch kein Sehzentrum im Gehirn existiert.

Rückblickend auf das bisher Dargelegte finde ich, dass eine gehörige Portion Glauben notwendig ist, um ein Verfechter der Evolutionstheorie sein zu können. Denn dazu muss man folgende Dinge glauben:

· Das Universum ist aus dem Nichts entstanden.
· Die Erde ist vor zirka 3 Milliarden Jahren entstanden, obwohl gar nicht genug Massenkonzentration vorhanden war, um Sonnen, geschweige denn Galaxien entstehen lassen zu können.
· Es gab die Ursuppe, in der, entgegen allen bekannten Gesetzmäßigkeiten, aus der Unordnung Ordnung entstand und wo aus zufällig vorhandenen chemischen Verbindungen eine lebende Zelle entstanden ist.
· Dass sich die Erbinformation in den Genen, jeglicher Erfahrung zum Trotz, durch äußere Einflüsse so verändern, dass es zu einer aufwärts strebenden Weiterentwicklung der Lebewesen kommt.
· Dass irgendwann einmal die fehlenden Zwischenglieder (Missing links) gefunden werden.
· Dass bei der Explosion einer Druckerei die Buchstaben und Satzzeichen aus den Setzkästen so durcheinandergewirbelt werden können, dass als Ergebnis dieses chaotischen Ereignisses ein Satz wie etwa "Berührt dich Gottes Geist mit seiner Wesenheit, so wird in dir gebor`n das Kind der Ewigkeit." entsteht.

Seit einigen Generationen wird in den Schulen und Universitäten der Eindruck vermittelt, dass die eben aufgeführten Punkte feststehende Tatsachen sind. Das hat zur Folge, dass sich derjenige, der an die Urknall- und Evolutionstheorie glaubt, auf 'gesicherte wissenschaftlichen Erkenntnisse' berufen kann, während derjenige, der an einen göttlichen Schöpfungsakt glaubt, als unwissenschaftlich und somit unglaubwürdig gilt. Ein Trost bleibt jedoch, denn eine neue Generation von Physikern, wie z. B. der Nobelpreisträger David Bohm, tendiert zu der Folgerung, dass die wirkliche Welt letzthin nicht aus Atomen oder Quarks oder irgendwelchen materiellen Teilchen besteht, sondern aus manchmal mysteriösen Energiefelden, zu denen wir lebendige Energien hinzufügen können, wie dies auch von dem Entdecker des sogenannten ,,morphogenetischen Feldes" Rupert Sheldrake behauptet wird.
Im Jahr 1981 stellte der Biochemiker Rupert Sheldrake die These auf, dass es in der Natur ein formendes oder bildendes Prinzip gibt, das auf lebende Organismen und ihr Verhalten einwirkt, jedoch selbst immateriell und nicht energetisch ist. Die gegenwärtige mechanistische Auffassung der Biowissenschaften beruht gleichermaßen auf der neodarwinistischen Evolutionstheorie, die Evolution als Wechselspiel von zufälliger Mutation und dem Prozess der natürlichen Auslese begreift, und der orthodoxen Embryologie, die Wachstum und Regeneration biologischer Strukturen mit - von DNS-Molekülen kodierten - genetischen Programmen erklärt.
Mit dieser mechanistischen Interpretation der Formbildung lässt sich allerdings das Problem der revolutionären Sprünge, während derer neue Formen auftreten und die Tatsache, dass ähnliche Eigenschaften unabhängig voneinander in verschiedenen Spezies auftreten, nicht erklären (Missing links). Auch die Frage, wie Zellen mit derselben DNA-Information sich für verschiedene Funktionen differenzieren, bleibt mit diesem Modell ungeklärt.

Noch schwierigere Fragen wirft die Verhaltensforschung auf. Sie betreffen instinktive Fähigkeiten wie die der Spinne zum Weben von Netzen und erlernte Verhaltensweisen, zum Beispiel Labyrinthlaufen und andere Labormäusen antrainierte Fähigkeiten.

Mechanistische Prinzipien der Formbildung können diese Probleme nicht überzeugend lösen. Sheldrake argumentiert, dass seine Hypothese der Formbildung nicht nur diese Probleme überwindet, sondern auch plausiblere Erklärungen für die Prozesse von Evolution, Biogenese, Heilung, Lernen und Gedächtnis, bietet als die Mechanik. Sheldrakes Hypothese ist eine Anwendung der Feldtheorie auf die Biologie. In der Physik steht die Feldtheorie seit langem in hohem Ansehen, weil elektromagnetische Feldeffekte innerhalb des konsistenten, schlüssigen Gebäudes der Feldtheorie vorhersagbar und deutbar sind. In der orthodoxen Biologie ist sie noch nicht akzeptiert, weil hier die Erklärung aufgrund chemischer Prozesse das vorherrschende wissenschaftliche Dogma ist. Sheldrakes Vorschlag lautet, dass die Vorgaben für die Bildung biologischer Strukturen nicht chemisch kodiert in der DNA liegen, sondern in einem ~ morphogenetischen Feld ~, das heißt in einem Feld, das Form und Gestalt bestimmt.
Diese Felder sind nicht empirisch nachweisbar, weil sie keine Energiekomponente haben; aber sie laufen synchron mit Energieprinzipien, um bei der Entwicklung oder Regenerierung biologischer Systeme Form und räumliche Anordnung zu steuern. Sheldrake nennt diesen nicht energetischen Einfluss ~ morphische Resonanz ~, und er vermutet, dass diese Resonanz sich kumulativ aufbaut. Die vergangenen Formen einer Struktur oder eines Systems bestimmen also die Form bei Neubildungen. Im Hinblick auf die Verhaltensforschung bedeutet diese Hypothese, dass erlernte Verhaltensweisen in ganzen Tierarten durch morphische Resonanz verstärkt werden. Darüber hinaus sind Feldeffekte nicht energetisch und werden durch Ausbreitung im Raum nicht geschwächt. Daher sollten sich zunehmende Leichtigkeit beim Lernen und im Training neu erworbener Fähigkeiten in verschiedenen, räumlich weit voneinander entfernten Gruppen einer Art zeigen können, ohne dass irgendeine Kommunikation auf physikalischer Ebene oder eine physikalische Beeinflussung zwischen diesen Gruppen existieren. Solche Phänomene sind tatsächlich beobachtet worden. Sheldrake zitiert Experimente, die in den zwanziger und dreißiger Jahren unabhängig voneinander in Edinburgh England, Harvard USA und Melbourne Australien mit Ratten durchgeführt wurden. Die Experimente sollten die Lamarcksche These prüfen, dass erlernte Eigenschaften und Verhaltensweisen vererbt werden können.
Bei allen drei Experimenten verbesserte sich die Lerngeschwindigkeit der Ratten von Generation zu Generation merklich. Aber die Fortschritte passten trotzdem nicht zur Theorie von Lamarck, denn sie hingen in keiner Weise von dem Training oder dem Verwandtschaftsgrad der Tiere ab. Sheldrake argumentiert, dass diese Ergebnisse mit seiner Idee der Formbildung nicht nur in Einklang stehen, sondern durch sie sogar hätten vorhergesagt werden können.
Obgleich hier noch sehr viel umstritten sein mag, so gibt es dennoch in dieser Richtung verschiedene vielversprechende Gedankenlinien und Wege der Forschung. Diese werfen auch die Frage auf, wie weit es überhaupt möglich sein mag, je durch wissenschaftliche oder sinnlich wahrnehmbare Forschung allein Gewissheit über jene Kräfte zu gewinnen, die hinter der Entwicklung wirksam sind.



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