Schöpfung

Im Gegensatz zu der in den Schulen gelehrten Urknalltheorie glauben die meisten Christen daran, dass das Universum mit seinen unzählbar vielen Galaxien, Sonnen und Planeten von einem Schöpfergott in das Dasein gestellt wurden. Auch die weitverbreitete Ansicht, dass das Leben auf unserer Erde aus unbelebter Materie entstanden sein soll kann von einem Christen nicht geglaubt werden. Es gibt einfach zu viele Schwachstellen in der Evolutionstheorie, als dass man sie für Wahr annehmen könnte.


Das sagt die Bibel zur Schöpfung:


Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.
Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also.
Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.
Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, daß man das Trockene sehe. Und es geschah also.
Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war.
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.
Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
und seien Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf Erden. Und es geschah also.
Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde
und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war.
Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels.
Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, daß da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.
Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.
Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.
Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise,
und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
[1.Mose 1,1-31]



Das sagt Jakob Lorber zur Schöpfung:


Da hierherum, was du mit den Augen erschaust, mit den Ohren vernimmst und mit irgendeinem anderen Sinne wahrnimmst, das sind lauter verkörperte Gedanken Gottes. Du siehst den mächtigen Wogengang. Wer treibt da das Gewässer so hoch und lässt es zur Ruhe gelangen? Siehe, das ist Gottes Gedanke, belebt durch Seinen Willen! Siehe an die vielen Vögel, die mit den Wogen ihr Wesen treiben! Was anderes wohl sind sie als pur verkörperte Gedanken Gottes?! Das ganze Meer, alle die Berge, alles Getier, alle Gräser, Kräuter und Bäume, alle Menschen, die Sonne, der Mond und alle die zahllos vielen Sterne sind nichts anderes. Ihr Dasein hängt ganz allein von der für dich jetzt noch völlig unbegreiflichen Beständigkeit des Willens Gottes ab.
[Grosse Evangelium Johannis 06_75,03]


Was Moses von der Schöpfung sagt, hat mit der Erschaffung der Welt gar nichts zu tun, sondern allein nur mit der Bildung des Menschen von der Wiege angefangen bis zu seiner Vollendung hin; also wird dadurch auch die Gründung der Kirche Gottes auf Erden bis auf diese Zeiten und fortan bis ans Weltende damit angedeutet.
Unter ,Himmel und Erde' ist zu verstehen der neue Erdenmensch gleich von der Geburt an. Der ,Himmel' bezeichnet seine innersten, verborgenen, geistigen Fähigkeiten, und die leere und wüste ,Erde' bezeichnet den neuerstandenen Naturmenschen, der seines Seins kaum bewusst ist; - erstes Stadium des Menschen.
Mit der Zeit gelangt das Kind zum Selbstbewusstsein und fängt an zu träumen und zu denken. Das ist das ,Es werde Licht!' im Menschen, dass er wisse, dass er ist; - zweites Stadium.
[Grosse Evangelium Johannis 03_235,1-3]


(Der Herr:) "Heißt es nicht: ,Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüste und leer und Finsternis auf der Tiefe; Gottes Geist aber schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: ,Es werde Licht!', und es ward Licht. Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Er das Licht von der Finsternis. Er nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.'
Seht, das sind die Worte Mosis! Wollt ihr sie im naturmäßigen Sinne nehmen, so müsst ihr ja doch auf den ersten Blick den dicksten Unsinn sogleich ersehen, der da notwendig zum Vorschein kommen muss!
Was wohl ist der ,Himmel' und was die ,Erde', davon Moses spricht, dass dies alles im Anfang erschaffen worden sei? Der ,Himmel' ist das Geistige, und die ,Erde' das Naturmäßige im Menschen; dieses war und ist noch wüste und leer - wie bei euch. Die ,Wasser' sind eure schlechten Erkenntnisse in allen Dingen, über denen wohl auch der Gottesgeist schwebt, aber noch nicht in ihnen ist.
Da aber der Geist Gottes allzeit sieht, dass es in eurer materiellen Welttiefe ganz entsetzlich finster ist, so spricht Er zu euch, wie nun augenscheinlich: ,Es werde Licht!'
Da fängt es in eurer Natur zu dämmern an, und Gott sieht es wohl, wie gut für eure Finsternis das Licht ist; aber nur ihr selbst könnt und wollt es nicht einsehen. Deshalb aber geschieht denn auch eine Teilung in euch, nämlich Tag und Nacht werden geschieden, und ihr erkennet dann aus dem Tage in euch die frühere Nacht eures Herzens.
Bei dem Menschen ist sein erstes Natursein tiefer Abend, also Nacht. Da aber Gott ihm gibt ein Licht, so ist solch ein Licht dem Menschen ein rechtes Morgenrot, und es wird also aus des Menschen Abend und Morgenrot wahrlich sein erster Lebenstag.
[Grosse Evangelium Johannis 01_157,1-7]



Das sagt Emanuel Swedenborg zur Schöpfung:


Diejenigen, die nicht über den Buchstabensinn hinausdenken, können nicht anderes glauben, als dass die Schöpfung, die im ersten und zweiten Kapitel der Genesis beschrieben wird, die Schöpfung des Weltalls sei, und dass es sechs Tage waren, innerhalb welcher der Himmel, die Erde, das Meer und alles was darinnen ist und zuletzt der Mensch nach dem Bilde Gottes erschaffen wurde. Wer aber könnte, wenn er das einzelne erwägt, nicht einsehen, dass hier nicht die Schöpfung des Weltalls gemeint ist, denn es kommen hier solche Dinge vor, von denen man durch den gesunden Menschenverstand (ex sensu comuni) wissen kann, dass sie sich nicht so verhalten können, z.B. dass es Tage gab, ehe Sonne und Mond geschaffen waren, dass Licht und Finsternis da war, dass Kräuter und Bäume hervorsprossen, und dass gleichwohl durch jene Leuchten das Licht gegeben und ein Unterschied zwischen Licht und Finsternis gebildet wurde und so die Tage entstanden. Auch in dem Darauffolgenden findet sich ähnliches, was kaum jemand, der einigermaßen innerlich denkt, als möglich anerkennen kann, wie z.B. dass das Weib aus der Rippe des Mannes gebaut wurde, ferner, dass zwei Bäume im Paradies standen, von denen die Früchte des einen zu essen verboten waren, und dass von dem einen herab die Schlange mit der Gattin des Menschen, der doch der Weiseste unter allen Sterblichen war, geredet, und durch diese Rede, die aus dem Munde einer Schlange kam, beide verführt habe; dass ferner das ganze menschliche Geschlecht mit seinen tausendmal Tausenden deshalb zur Hölle verdammt worden sei.
[Himmlische Geheimnisse 8891]


Jeder, der aus klarer Vernunft denkt, sieht, dass das Weltall nicht aus Nichts erschaffen ist, weil er sieht, dass aus Nichts nicht Etwas werden kann; denn Nichts ist nichts, und Etwas aus Nichts machen, ist sich selbst widersprechend, und was sich selbst widersprechend [contradictorium] ist, das ist gegen das Licht der Wahrheit, welches aus der göttlichen Weisheit ist; und was nicht aus der göttlichen Weisheit ist, das ist auch nicht aus der göttlichen Allmacht. Jeder, der aus klarer Vernunft denkt, sieht auch, dass Alles erschaffen ist aus einer Substanz, die an sich Substanz ist; denn diese ist das Sein selbst, aus dem alles, was ist, ein Dasein haben kann. Und weil Gott allein Substanz an sich und daher das Sein selbst ist, so ist offenbar, dass nirgend anderswoher das Dasein der Dinge ist. Dies sahen mehrere, weil die Vernunft es zu sehen gibt. Sie wagten es aber nicht zu begründen, da sie fürchteten, sie möchten so etwa auf den Gedanken kommen, dass das erschaffene Universum Gott sei, weil es aus Gott ist, oder das die Natur aus sich sei und so deren Innerstes das sei, was man Gott nennt.
[Göttliche Liebe und Weisheit 283]